Young woman in international airport, waiting for her flight, checking her wrist watch and looking upset or worried. Arrival, missed, canceled or delayed flight concept.

Coaching ist keine Therapie! Hilft es dennoch?

Darauf ist besonders in Deutschland unbedingt zu achten. Coaching ist keine Therapie und kann und soll diese auch nicht ersetzen. Das ist mit dem Psychotherapeutengesetz in Deutschland geregelt. Im Coaching wird im Großen und Ganzen mit gesunden Menschen gearbeitet. Wenn die Augen-Stimulation in einer Therapie z. B. traumatisierten Menschen bei der Bewältigung der Traumata hilft, so kann sie auf alle Fälle gesunden Menschen Erleichterung und Lebensqualitätssteigerung in alltäglichen Themen verschaffen.

 

Etwa bei Prüfungs”angst“, „Angst“ auf Autobahnen zu fahren oder „Ängsten“ sich in ein Flugzeug zu setzen und zu fliegen oder die „Angst“ vor einem Mitarbeitergespräch oder Versagens“ängste“, übermäßige Eifersucht und anderes mehr …

 

In einem Coaching meldete sich ein Mann, Herr K., mit einem etwas besonderen Anliegen. Er habe zu einem runden Geburtstag von seinen Kollegen eine Flugreise nach Amerika geschenkt bekommen. Schon immer wollte Amerika sehen, er wollte das HardRockCafe in New York besuchen und sich in Chicago auf eines der Hochhäuser begeben um den Ausblick zu genießen. Eigentlich sei er über dieses Geschenk mega glücklich – eigentlich! Wenn da seine Flugangst nicht wäre. Früher habe ihm das Fliegen nichts ausgemacht. In jedem Urlaub sei er geflogen. Nur Amerika habe er eben noch nie gesehen. Jetzt eigentlich in greifbarer Nähe, sein größter Wunsch … oder sollte er die Karten doch zurückgeben?

Seit einem Jahr, als ihm so furchtbar schlecht auf der Achterbahn geworden sei, habe er das Problem. Er erkannte sich selbst nicht wieder. Dabei wüsste er selbst, dass sein Verhalten völlig verrückt sei… Aber als er beruflich vor 8 Monaten fliegen sollte, konnte er nicht. Auf dem Flughafen sei er einfach umgedreht. Heute ist er der Meinung, er würde keinen Fuß mehr in eine Boeing bekommen. Wenn seine doofe Angst nur weg wäre …

 

In unserem Sprachgebrauch verwenden wir den Begriff „Angst“ meist nicht im pathologischen Sinn. Pathologische Ängste zu bearbeiten ist Therapeuten vorbehalten. „Ängste“ (deshalb hier in Anführungszeichen) kennt wohl jeder Mensch ohne sich als krank zu beschreiben, „… das Fliegen ging ja früher auch!“, „ … und da bleibe ich eben am Boden, ich muss ja nicht fliegen!“

 

Herr K. beschrieb eine solche Situationen anschaulich. Er beschrieb, wie der Stress auf der Achterbahn (erhöhte innere Erregung – Arousal) und die körperlichen Folgen (Flug“angst“) im wingwave®-Konzept im Zusammenhang gesehen werden können. Die Folgelogik – bei reduziertem Stress bleiben die körperlichen Reaktionen wieder aus. Nur wie bekommt man diesen Stress weg?

 

Herr K. hatte von mir als wingwave®-Coach gehört. Und er hatte sich informiert, dass Flug„angst“ bei anderen mit Hilfe dieses Konzeptes relativ schnell verschwand. So saß er vor mir und hatte etwas Hoffnung dennoch den Flug nach Amerika vielleicht antreten zu können.
Nun will ich hier nur anfügen, Herr K. hat sich seinen Wunschtraum erfüllen können, er ist nach zwei Coaching-Terminen nach Amerika geflogen. Auf seine „Angst“ habe er im Flugzeug irgendwie gewartet, aber sie sei nicht mehr gekommen. „Es war so wie früher!“ berichtete er danach.

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